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Fußhygiene – So verringern Sie das Fußpilzrisiko

Unsere Füße sind tagtäglich großen Belastungen ausgesetzt und leisten Schwerstarbeit. Trotzdem werden sie oft geradezu vernachlässigt und rücken erst wieder in den Blickpunkt des Interesses, wenn sie schmerzen oder aus anderen Gründen nicht mehr wie gewohnt ihren Dienst tun. Um die Schönheit und Funktionsfähigkeit der Füße in vollem Umfang möglichst lange zu erhalten, ist es von großer Wichtigkeit, ihnen die entsprechende Hygiene angedeihen zu lassen.

Richtige Fußhygiene beinhaltet mehr als die tägliche Dusche

Hygiene ist ein griechisches Wort und bezeichnet die Kunst, die der Gesundheit nützlich ist.

fussgyhieneIn unserem oft hektischen Alltag ist es meistens so, dass sich die Fußhygiene auf ein kurzes Abduschen so ganz nebenbei während der morgendlichen Ganzkörperdusche beschränkt. Das ist zwar immerhin besser als nichts, aber bei weitem nicht genug.

Im Laufe der Zeit bilden sich an den Füßen Hornhaut oder gar kleine Hühneraugen. Mitunter wird die Fußregion auch von Warzen befallen, die beim Laufen recht schmerzhaft sein können. Ein sehr unangenehmes, aber auch gleichzeitig weit verbreitetes Thema ist auch der Fußpilz, der sich schneller einschleicht, als man es vermuten könnte. Auch die Zehennägel können bei schlechter oder unsachgemäßer Pflege durchaus ernste Probleme bereiten, die das Laufen mitunter stark beeinträchtigen. Auch der Fußschweiß und der oftmals damit verbundene Geruch sind eigentlich mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen gut in den Griff zu bekommen.

Wie man sieht, sollte man den Füßen doch mehr Aufmerksamkeit schenken, als das allgemein üblich ist und von den meisten Menschen praktiziert wird. Um den diversen Problemen und Krankheiten, die die Füße befallen können, erst gar keine Angriffsfläche zu bieten, sollte man ein paar einfache Regeln beachten, die nur mit einem kleinen Zeitaufwand verbunden sind, aber den Füßen und damit dem ganzen Körper sehr gut tun.

Wie man seine Füße gesund erhält

Wichtig ist natürlich zuallererst eine gründliche tägliche Reinigung der Füße. Man kann sie beim Duschen mit einem Extra-Lappen abrubbeln und die Zehenregion mit einer nicht zu harten Bürste reinigen. Dieses sollte täglich geschehen.

Ab und zu muss man aber den Füßen eine besondere Behandlung angedeihen lassen. Zu diesem Zweck ist es am besten, sich ein spezielles Fußbad mit angenehm warmem Wasser vorzubereiten. Als Badezusatz eignen sich spezielle Fußbademittel aus der Drogerie oder aber auch einfach ein wenig Speisesalz. Etwa zwei bis drei Esslöffel Salz dürften für eine Schüssel Wasser genügen. Wer unter starkem Fußschweiß leidet, der sollte zu adstringierenden Badezusätzen greifen. Diese ziehen die Schweißdrüsen zusammen und helfen so, die Schweißabsonderung zu vermindern. In Frage kommt neben speziellen Mitteln aus der Apotheke beispielsweise auch Eichenrinde, da sie Gerbstoffe, wie das Tannin, enthält. Gerbstoffe wirken immer zusammenziehend. Mittel, die mit Rosskastanie versetzt sind, wirken hingegen durchblutungsfördernd und verschaffen müden Füßen am Abend Erleichterung.

Nachdem man die Füße etwa eine Viertelstunde gebadet hat, kann man sich daran machen, sie weiter zu pflegen.Zu diesem Zweck werden sie sehr gut abgetrocknet.

Vorsicht…

Das Abtrockenen ist besonders wichtig, da ein feuchtes Milieu dem Fußpilz Tür und Tor öffnet. Man achte besonders auf die Zehenzwischenräume und die Stellen, an denen der kleine Zeh die Fußsohle berührt, denn hier sind die kritischen Punkte, die gerne beim Abtrocknen vergessen werden.

Nun kann man sich daran machen, die Stellen des Fußes, an denen sich Hornhaut gebildet hat, mit einer feinen Raspel zu bearbeiten. Die Hornhaut ist durch das Fußbadewasser weich geworden und kann so leichter entfernt werden. Doch Vorsicht, damit man sich mit der Raspel keine Verletzungen oder Schrunden in der gesunden Haut zuzieht!

Nägel SchneidenBei dieser Gelegenheit können auch gleich die Fußnägel geschnitten werden, denn sie sind ebenfalls durch das Bad weich und lassen sich so ebenfalls besser bearbeiten. Hier sollte man darauf achten, die Nägel nur in gerader Linie zu kürzen, denn ein halbmondförmiges Abschneiden wie bei den Fingernägeln, kann zum Einwachsen der Fußnägel führen.

Nach Abschluss dieser Prozedur kann man die Füße mit einer leichten Fußlotion eincremen, die auch einen desodorierenden Effekt hat. Auch die Verwendung eines speziellen Fußpuders ist möglich, um die Füße gut trocken zu halten. Speziell Personen, die zu Fußschweiß oder Fußpilz neigen, sei letzterer empfohlen.

Sollte man unter Hühneraugen, Warzen am Fuß, insbesondere Stechwarzen, oder eingewachsen Zehennägeln leiden, dann ist es ratsam, die Behandlung derselben einem Fachmann zu überlassen, denn ein laienhaftes Herumdoktern an solchen Erscheinungen kann zu ernsthaften Verletzungen oder Entzündungen führen. Das Gleiche gilt für Fußpilz. Der Hautarzt weiß am besten, welches Mittel adäquat ist und wird den Wirkstoff verschreiben, der am schnellsten zur Ausheilung dieser unangenehmen Erscheinung führt.

Wie man seinen Füßen sonst noch Gutes tut

Wussten Sie dass..
Das A und O für einen gesunden Fuß ist ein guter Schuh!

Zu enges oder reibendes und drückendes Schuhwerk führen über kurz oder lang zu Schmerzen, Hornhaut oder gar Hühneraugen. Auch für die Damenwelt gibt es sehr schöne und elegante Schuhe, die die Füße nicht über Gebühr belasten und einengen. Der spitze High Heel sollte nur zu besonderen Anlässen getragen werden und nicht zur Alltagskleidung werden. Wenn es denn unbedingt sein muss, dann ist es ratsam, die Schuhe ab und zu zu wechseln und den Füßen eine Pause zu gönnen.

Überhaupt ist es sehr wichtig, die Füße so oft wie möglich zu entlasten. Hierbei empfiehlt sich das Barfußlaufen ganz besonders, natürlich nur, wenn der Boden nicht zu kalt ist. Eine Sommerwiese oder der Sandstrand am Mittelmeer sind Laufuntergründe, die den Sohlen schmeicheln. Ansonsten ist ab und zu ein wenig Fußgymnastik von sehr wohltuender Wirkung für die Fußgesundheit.

Immer frische Socken oder Strümpfe, wenn möglich aus Baumwolle oder mit Baumwollanteil tun ihr Übriges, den Fuß frisch zu halten und sorgen für einen Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich. Wem dann trotzdem manchmal nach einem anstrengenden Tag die Füße schmerzen, der tut gut daran, diese einfach ab und zu hochzulegen. Das entspannt nicht nur die Fußmuskulatur, sondern den ganzen Menschen.

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2 Comments

  1. KimH
    Februar 26, 2013 at 6:17 pm — Antworten

    Zur Prophylaxe gegen Fuß- und Nagelpilz trage ich seit neuestem Einlegesohlen aus natürlichem Zedernholz- die riechen gut und saugen die im Schuh aufgetretene Feuchtigkeit sehr gut auf.

    • Juni 11, 2013 at 2:40 pm — Antworten

      Danke für den Kommentar Kim. Es lohnt sich auf jeden Fall auf sauberes und trockenes Schuhwerk zu achten.

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