Die typischen Symptome von Fuß- und Nagelpilz sind Hautveränderungen, gelbliche Verfärbungen am Nagelrand und brüchige Nägel. Entdeckt man diese Symptome, sollte man möglichst zeitnah einen Facharzt oder Fußpfleger aufsuchen, da sich die Infektion ansonsten ausbreitet und weitere Nägel befallen kann.

Diagnosestellung

Der Fachmann wird die sogenannte Nagelmykose bereits auf den ersten Blick erkennen. Um die Diagnose beispielsweise von einer Schuppenflechte zu differenzieren, können jedoch weitere Diagnosemaßnahmen nötig sein. Zudem gibt es verschiedene Pilzarten, die Haut und Nägel befallen können. Damit man diese identifizieren kann, wird eine Probe des infizierten Gewebes genommen und eine Pilzkultur im Labor angelegt. Bei einer Mischinfektion können dadurch alle beteiligten Erreger isolieren werden.

Behandlung

Bei der klassischen Nagelmykosebehandlung wird der befallene Nagel im ersten Schritt desinfiziert, geschnitten und eventuell abgeschleift. Im Anschluss werden Salben, Tinkturen, Cremes oder Nagellacke verordnet, die der Patient täglich selbst auftragen soll. Dabei darf die Behandlung keinesfalls unterbrochen werden, da sonst ein Rückfall droht. Bei der Infektion von tieferen Nagelschichten, kommen oftmals Tabletten zur Anwendung. Medikamente in Tablettenform enthalten pilztötende Inhaltsstoffe, die über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Von dort verteilen sie sich über den Blutkreislauf und erreichen auf diesem Weg alle betroffenen Stellen. Während Tabletten Nebenwirkungen haben können, sind äußerlich angewendete Medikamente oft deutlich verträglicher. Allerdings ist hier die Rückfallquote höher, da nicht immer alle Sporen abgetötet werden und sich später reaktivieren, so dass die Infektion sich wieder ausbreitet.

Die Behandlung von Fuß- und Nagelpilz kann auch durch einen speziellen Laser erfolgen. Bei dieser Methode werden die befallenen Stellen mit einem Laser punktgenau erhitzt. Durch diese thermische Einwirkung, die auch in tiefe Nagelschichten eindringt, sterben die Pilzfäden und -sporen ab. Die Lasermethode ist sehr präzise und schonend, es treten keine Nebenwirkungen auf. Allerdings tragen die Krankenkassen in Deutschland momentan nur die Kosten für eine klassische Pilzbehandlung und nicht für die Behandlung mit einem Laser.

Im Raum Essen gibt es sowohl Dermatologen als auch medizinische Fußpfleger und Podologen, die sich auf die Behandlung von Fußpilz spezialisiert haben. In der Regel bieten alle eine klassische Therapie an, die zu den Kassenleistungen zählt. Viele Praxen haben inzwischen aber auch Lasergeräte und können die thermische Therapie für Selbstzahler anbieten.

Mit dem erprobten PinPointe Laser arbeitet beispielsweise Herr Dr. med. Detlef Peiler in der Rüttenscheider Straße 199. Weitere Laserbehandlungen oder klassische Therapien gibt es bei Frau Dr. med. Isabel Schuster in der Hauptstraße 130 und Herrn Dr. med. Victor Kirschmann im Klemensborn 48. Auch die dermatologischen Gemeinschaftspraxen in der Hufelandstraße 58, der Bredeneyer Straße 119 und der Karlstraße 1-3 sind kompetente Anlaufstellen bei Fuß- und Nagelpilz.

Fuß- und Nagelpilzbehandlung durch medizinische Fußpflege bieten in Essen unter anderem Heike Salhöfer in der Alfredstraße 71, Bianca Fesselmann in der Juliusstraße 17 und das Podologinnenteam in der Kahrstraße 59 an.